AutorInnen

 

Jörg Albrecht c Anne Levy

Jörg Albrecht wurde 1981 in Bonn geboren und lebt in Berlin. Er studierte Komparatistik, Neuere Deutsche Literatur, Geschichte und Theaterwissenschaft in Bochum und Wien. Gemeinsam mit dem Musiker Matthias Grübel inszeniert er als Duo phonofixHörspiele und multimediale Literaturperformances. Er ist Mitbegründer des Theaterkollektivs copy & waste, das 2014 gemeinsam mit dem Ringlokschuppen Mühlheim in die Doppelpass-Förderung der Kulturstiftung des Bundes aufgenommen wurde. In Arbeiten wie Die Versteigerung von No. 36 im WestGermany Berlin oder Berlin Ernstreuterplatz sucht copy & waste konsequente Auseinandersetzungen mit den Fragen der städtischen Identität. Daneben arbeitet Albrecht vor allem als Autor, bislang sind vier Romane beim Wallstein Verlag erschienen: Drei Herzen (2006), Sternstaub, Goldfunk, Silberstreif (2008), Beim Anblick des Bildes vom Wolf (2012) über das kreative Prekariat in Berlin und zuletzt Anarchie in Ruhrstadt (2014), eine Zukunftsvision über das derzeitige Ruhrgebiet. Jörg Albrecht wurde mit seinen Texten mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem 2. Preis beim 13. open mike der Literaturwerkstatt Berlin, dem Literaturförderpreis der Stadt Dortmund, außerdem war er zu den Werkstatt-Tagen des Wiener Burgtheaters und zum Ingeborg-Bachmann-Preis 2007 eingeladen und war 2010/11 Stadtschreiber von Graz. Seine Theaterstücke, die er zumeist mit copy & waste erarbeitet, bevor sie an anderen Häusern uraufgeführt werden, erscheinen beim Rowohlt Verlag. Sie wurden am Schauspielhaus Wien, am Maxim Gorki Theater Berlin oder im Ringlokschuppen Mühlheim uraufgeführt.

http://www.fotofixautomat.de/

http://copyandwaste.de/

 

 Hannes Becker 2 c Aylin Karadeniz : Roman Ehrlich

Hannes Becker wurde 1982 in Frankfurt am Main geboren und lebt in Berlin. Er studierte Neuere Deutsche Literatur, Geschichte und Amerikanistik in Berlin sowie Literarisches Schreiben in Leipzig. Momentan promoviert er zum Thema Präventionsfantasien im Forschungsprojekt Sicherheit und Zukunft am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin. Er ist Mitglied des Iltis-Projektchor und der Autorenvereinigung 1. Februar. Von 2005 – 2007 war er Mitherausgeber des GOLDliteraturmagazins. 2009 – 2010 war er Redakteur der Literaturzeitschrift EDIT. Er veröffentlichte in Magazinen wie EDIT, Lauter Niemand, Neue Rundschau und Tippgemeinschaft. Außerdem betreut er den Weblog http://www.dasuntergehendeschiff.blogspot.de, übersetzte Theaterstücke von Pamela Carter für den Suhrkamp Verlag und trat selbst als Dramatiker in Erscheinung. Zuletzt erschienen 27 Forderungen an das Theater (gemeinsam mit Wolfram Lotz), in: Theater Heute, Jahrbuch 2014 (abrufbar auf http://www.editonline.de/blog/27-forderungen-das-theater/).

 

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Die Autoren Michel Decar und Jakob Nolte wurden Ende der 1980er Jahre in westdeutschen Kleinstädten geboren und großgezogen. Ab 2010 studierten sie Szenisches Schreiben an der UdK in Berlin. Nolte Decars Stück Das Tierreich wurde 2013 mit dem Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin ausgezeichnet und für den Autorenpreis des Heidelberger Stückemarkts 2014 nominiert. Helmut Kohl läuft durch Bonn wurde zu den Autorentheatertagen 2014 am Deutschen Theater Berlin eingeladen. Im Frühjahr feierte Der Volkshai seine Premiere am Theater Bonn. Jakob Noltes Debütroman ALFF erschien 2014 in Deutsch und Englisch beim Verlagsprojekt Fiktion. Er hat Texte in etlichen Anthologien veröffentlicht. Die Rechte an seinen Theaterstücken sind beim S. Fischer Verlag. Michel Decar wurde für das Theaterstück Jonas Jagow mit dem Förderpreis für neue Dramatik des Stückemarktes im Rahmen des Berliner Theatertreffens 2012 ausgezeichnet. Das Stück Jenny Jannowitz erhielt den Kleistförderpreis 2014. Im Moment arbeitet er an seinem ersten Roman. Michel Decars und Nolte Decars Texte erscheinen beim Rowohlt Verlag.

 

 Olga Grjasnowa c privat

Olga Grjasnowa wurde 1984 in Baku, Aserbaidschan geboren und wuchs im Kaukasus auf. Längere Auslandsaufenthalte in Polen, Russland und Israel. Absolventin des Deutschen Literaturinstituts Leipzig. 2011 erhielt sie das Grenzgänger-Stipendium der Robert Bosch Stiftung. Derzeit studiert sie Tanzwissenschaften an der FU Berlin. Für ihren vielbeachteten Debütroman Der Russe ist einer, der Birken liebt wurde sie zuletzt 2012 mit dem Klaus-Michael Kühne-Preis und Anna Seghers-Preis ausgezeichnet. Der Roman wurde am Maxim Gorki Theater Berlin inszeniert. Außerdem erhielt sie das Hermann-Lenz-Stipendium. 2014 erschien der Roman Die juristische Unschärfe einer Ehe, der 2015 am Maxim Gorki Theater uraufgeführt wird. 2014 erhielt sie ein Arbeitsstipendium für Schriftsteller der Kulturverwaltung des Berliner Senats und 2015 den Chamisso-Förderpreis für ihren zweiten Roman.

 

 Wolfram Lotz c privat

Wolfram Lotz wurde 1981 in Hamburg geboren und wuchs im Schwarzwald in Bad Rippoldsau auf. Er studierte Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaft in Konstanz, und Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er schreibt Theaterstücke, Hörspiele, Lyrik und Prosa und wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. Er erhielt u.a. den Werkauftrag und den Publikumspreis des Stückemarkts des Berliner Theatertreffens sowie den Kleistförderpreis für das Stück Der große Marsch. Er war Nachwuchsdramatiker 2011 in der Kritikerumfrage des Jahrbuchs von Theater Heute, nahm an den Werkstatttagen des Burgtheaters Wien teil und erhielt den Dramatikerpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft e.V. sowie den Kasseler Förderpreis Komische Literatur zum Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor für das Stück Einige Nachrichten an das All. 2011 erschien der Text Fusseln bei der Parasitenpresse Köln und 2014 das Buch Monologe bei Spector Books, Leipzig. Gemeinsam mit Hannes Becker verfasste er 27 Forderungen an das Theater in: Theater Heute, Jahrbuch 2014 (abrufbar auf http://www.editonline.de/blog/27-forderungen-das-theater/). Seine Theaterstücke erscheinen alle beim S. Fischer Verlag und werden deutschland- und österreichweit inszeniert. So feierte sein letztes Stück Die lächerliche Finsternis 2014 am Burgtheater in Wien seine Uraufführung, wurde 2015 für den Mühlheimer Dramatikerpreis nominiert und in der Burgtheaterinszenierung zum Berliner Theatertreffen eingeladen.

 

 Maxi Obexer c gezett

Maxi Obexer wurde in Südtirol, Italien geboren. Sie studierte Vergleichende Literaturwissenschaft, Philosophie und Theaterwissenschaft in Wien und Berlin. Für ihre Theaterstücke und Hörspiele erhielt sie Preise und Stipendien, u.a. vom Literarischen Colloquium Berlin, von der Akademie der Künste, sowie der Akademie Schloss Solitude. Sie war Gastprofessorin am Dartmouth College, USA, an der Universität der Künste in Berlin und am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Von Januar bis April 2016 lehrt sie als Gastprofessorin an der Georgetown University in Washington D.C. Zu ihren bekanntesten Werken gehören Die Liebenden, Das Geisterschiff und Gletscher sowie der 2011 erschienene Roman Wenn gefährliche Hunde lachen. Zu ihren meist politischen Stücken zählt auch ihr jüngstes Stück Illegale Helfer. Maxi Obexer engagiert sich seit langem für die Vermittlung der dramatischen Kunst. 2014 begründete sie mit Marianna Salzmann das Neue Institut für Dramatisches Schreiben – NIDS.

http://www.m-obexer.de/

 

 Kathrin Röggla c Peter Prochazka

Kathrin Röggla wurde 1971 in Salzburg geboren und lebt als freie Schriftstellerin in Berlin. Seit 1990 publiziert sie literarisch, zunächst in Literaturzeitschriften und Anthologien. 1995 erfolgte ihre erste selbstständige Veröffentlichung niemand lacht rückwärts (S. Fischer, 2010). Seit 1998 verfasst und produziert sie Radioarbeiten (Hörspiele, akustische Installationen, Netzradio), u.a. für den Bayrischen Rundfunk und für das Berliner Netzradiokollektiv convextv. Seit 2002 schreibt sie auch fürs Theater. Zuletzt erschienen die alarmbereiten (S. Fischer, 2010), Essays besser wäre: keine (S. Fischer, 2013) und im Dezember 2014 erschien Die falsche Frage im Theater der Zeit-Verlag. Außerdem erschienen Hörspiele und Theatertexte, sowie der Dokumentarfilm Die bewegliche Zukunft. Eine Reise ins Risikomanagement (ZDF, 2012). Für ihre literarischen Arbeiten, denen zumeist umfangreiche Recherchen zugrunde liegen, wurde sie mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet, darunter der Nestroy-Theaterpreis, der Franz-Hessel-Preis oder der Arthur-Schnitzler-Preis 2012. Sie war zweimal für den Mühlheimer Dramatikerpreis nominiert, der wichtigsten Auszeichnung für deutschsprachige Gegenwartsdramatik. In ihren Texten arbeitet sie häufig medienübergreifend und mit dokumentarischen Verfahren, durch die sie die zeitgenössische literarische Sprache experimentell und kritisch erweitert. Im Mai 2012 wurde Röggla als neues Mitglied in die Akademie der Künste Berlin berufen.

http://www.kathrin-roeggla.de/

 

 Gerhild Steinbuch c privat

Gerhild Steinbuch wurde 1983 in Mödling (Österreich) geboren und lebt in Berlin. Sie studierte Szenisches Schreiben in Graz und im Master Dramaturgie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin. 2004 gewann sie den Stückewettbewerb der Schaubühne Berlin mit kopftot. Ihre Stücke werden vom Rowohlt Theater Verlag vertreten. Sie nahm an den Werkstatttagen des Wiener Burgtheaters, der International Residency am Royal Court Theatre London, am Bachmannpreis und an der Autorenwerkstatt Prosa des Literarischen Colloquiums Berlin teil. Sie erhielt zahlreiche Stipendien, u.a. eines des Schloss Solitude Stuttgart und war in der Spielzeit 2008/09 Hausautorin am Schauspielhaus Wien. Neben ihrer Arbeit als Dramatikerin arbeitet sie an ihrem ersten Roman, sowie als freie Dramaturgin und entwickelt gemeinsam mit dem Autor Jörg Albrecht Lecture-Performances, zuletzt You´re not the same, Batman! für den Steirischen Herbst 2014. 2013 wird Sleepless In My Dreams –Ein DornröschenErweckungskuss, am Schauspiel Frankfurt in der Regie von Pedro Martins Beja uraufgeführt wie auch Pocahontas in der Spielzeit 2014/15 in Frankfurt im Rahmen des Autorenstudios. Im April 2015 folgt die Uraufführung von Überschreibung II am Schauspiel Leipzig. Derzeit schreibt sie im Auftrag der Opéra de Lille an einem Libretto für eine Oper von Wolfgang Mitterer, deren Uraufführung für die Spielzeit 2015 /16 geplant ist.

 

 Deniz Utlu c Fabiola Rodriguez Garzon

Deniz Utlu wurde 1983 in Hannover geboren. Er studierte Volkswirtschaftslehre in Berlin und Paris und lebt als freier Autor in Berlin. 2014 erschien sein Roman Die Ungehaltenen im Graf Verlag. Seine Stücke Tod eines Superhelden und Fahrräder könnten eine Rolle spielen wurden 2011 und 2012 im Ballhaus Naunynstraße uraufgeführt. Diese hatte er im Schreibduo Angry Birds mit Marianna Salzmann geschrieben, mit der er 2013 die Literaturwerkstatt RAUŞ – NEUE DEUTSCHE STÜCKE leitete. Im Maxim Gorki Theater kuratiert er seit 2013 die Lesereihe gegen sätze. Seit 2003 gibt er das Kultur- und Gesellschaftsmagazin freitext heraus. Seine Arbeiten wurden vielfach gewürdigt, zuletzt im Rahmen des Kranichsteiner Literaturförderpreises 2014. Dieses Jahr wird er sich für zwei Monate im Künstlerdorf Schöppingen aufhalten.